Eine fach- und sektorenübergreifende Kommunikation über Behandlungsziele und Therapiemaßnahmen findet eher selten und wenig strukturiert statt. Wir haben uns als interprofessionelle Arbeitsgruppe aus Klinik und Praxis zum Ziel gesetzt, die Informationsübermittlung zwischen den an der Versorgung beteiligten Professionen zu verbessern. Im Mittelpunkt des Informationsaustauschs sollen dabei die Patientinnen und Patienten stehen.

Unser Konzept basiert auf dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelten Modell der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Dies ermöglicht den an der Versorgung beteiligten Akteuren über die klassisch biomedizinische Krankheitsbetrachtung von Diagnosen und Befunden hinaus zu den individuellen Erkrankungen eines Patienten/einer Patientin Stellung zu nehmen. Zusätzlich wird die Perspektive des Alltagslebens über einen Fragebogen zur Aktivität und Teilhabe erhoben, den die Patientinnen und Patienten eigenständig oder bei Bedarf mit Unterstützung ausfüllen. Dadurch soll eine gemeinsame, patientenzentrierte Zielformulierung im Behandlungsprozess erreicht werden.

Für die Erprobungsphase liegen die Unterlagen als Papierversion vor. Der Informationsaustausch über digitale Medien (App-Support bis hin zur elektronischen Fallakte) wird derzeit vorbereitet.

Das Vorhaben ist eine Initiative des PZV-DO e.V..